5 Tipps um günstig zu verreisen

Wie man auch mit kleinem Budget auf dicke Reisetasche machen kann

Urlaub ist zum Entspannen da, wird aber in Wirklichkeit oft leicht zur Stressquelle: teuer, nervig, schon wieder vorbei. „Locker bleiben!“ soll helfen, aber was soll es heißen? Wir haben diesen Über-Tipp einmal unter die Lupe genommen – und vor allem mit Blick auf finanzielle Einsparpotentiale überprüft. Eine Liste, die sich lohnt.

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Foto: Yulia Mayorova/Shutterstock

Locker bleiben No.1: Flexibel bei der Zielauswahl

Die Mutter aller Urlaubs-Tipps gilt natürlich immer – wir meinen hier erst einmal konkret das Lockerbleiben vor der Reise. Denn das größte Hindernis auf dem Weg zur (supergünstigen) Traumreise ist – die eigene Erwartungshaltung! Wer sich seinen Urlaub bis ins Detail ausmalt, zahlt.

Wer dagegen Last Minute bucht, oder einfach mal zwanglos ein paar Schnäppchen-Portale abklappert, findet für ein paar hundert Euro schon mal eine Kreuzfahrt (ja, in die Karibik, nicht auf dem Rhein!), oder drei Wochen Miami pauschal, inklusive Mietwagen. Dafür muss man heutzutage nicht mehr mit dem Rucksack am Flughafen rumlungern – einfach „App an“, locker bleiben – und auf die good news warten.

Locker bleiben No.2: Meilen machen

Okay, das mit dem Flugmeilen-Sammeln ist nicht wirklich neu – aber auch nicht so verkehrt! Bevor man die Idee verwirft – „Seh ich aus wie ein Geschäftsreisender!?“ – lohnt es sich, sich ein bisschen zu informieren. Denn viele Airlines bieten Extrameilen bei Sonderaktionen wie Reise-Versicherungen, Probe-Abos, Anbieterwechseln etc., oder kooperieren anderweitig mit Online-Shops oder –Angeboten.

Lufthansa‘s Miles & More ist zum Beispiel mit dem Bonusprogramm Payback verknüpft. Zugegeben, hier ist ein bisschen Geduld und „Gefummel“ gefragt – aber wer locker bleibt, sammelt ohne großen Aufwand in einigen Monaten genug Meilen für einen Flug ins Paradies.

Locker bleiben No.3: Arbeiten

Arbeiten? Ja. Aber eben gerade nicht die Sorte Arbeiten, mit der man Geld fürs Urlaub-Machen verdient – sondern genau umgekehrt: erst in den Urlaub fahren und dann – locker bleiben – ein bisschen arbeiten! Mit einem Work & Travel Visum kann man bis zu einem Jahr im Ausland leben und sich den Aufenthalt direkt vor Ort (als Deutschlehrer oder Clown, als Barkeeper oder Au Pair…) finanzieren.

Mit einigen sehr schönen Ländern wie zum Beispiel Australien, Neuseeland oder Kanada gibt es sogar entsprechende Abkommen, so dass die Bürokratie überraschend überschaubar bleibt. Vielleicht keine klassische „Traumreise“ – aber dafür lernt, wer arbeitet, viel schneller Land, Leute und Sprache kennen. Außerdem lassen die meisten möglichen Jobs genug Zeit, um Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen.

PS: Wer in diese Richtung googelt, stößt schnell auf Angebote und tolle Projekte, die das Ganze noch einfacher machen – und sogar noch bessere Zwecke als „Urlaub“ finanzieren helfen

Locker bleiben No.4: Sofas surfen, Häuser sitten

Bei diesem Punkt muss man schon beim Lesen locker bleiben – denn bei der grandiosen Idee des „Couchsurfens“ geht es NICHT einfach ums Geld sparen nach dem Motto „Pennen, Duschen, Danke“. Beim Couchsurfing geht es um echte Menschen, die man kennenlernen wollen sollte. Ähnlich wie beim Jobben im Ausland liegt der Vorteil auf der Hand: man lernt an einem Wochenende oft mehr als in vier Wochen im Hotel.

Okay, vielleicht lernt man auch mal das ein oder andere neue Hygienekonzept kennen. Im Prinzip ähnlich ist das Housesitting: hier überzeugt vor allem die puristische Schönheit dieser Win-Win-Situation. In Portugal will ein Ehepaar ihr schönes Haus nicht vier Wochen leerstehen lassen? Man würde sogar bezahlen, nur damit da jemand wohnt? Aha, es liegt fast direkt am Strand? Gibt Schlimmeres. Für beide Ideen kann man sich auf entsprechenden Plattformen registrieren.

Locker bleiben No.5: Nicht immer Essen gehen

Restaurantbesuche sind super, aber auch super teuer. Wer locker bleibt und nicht jeden Tag schick essen geht, hat mehr von der Urlaubskasse. Nutzen Sie Möglichkeiten, unterwegs selbst zu kochen. Statt Hotelzimmer ein Apartment mit kleiner Küchenzeile buchen macht preislich oft keinen Unterschied.

In Ferienwohnungen und -häusern ist ohnehin eine Kochmöglichkeit vorhanden. „Ich koch‘ doch schon die ganze Zeit, im Urlaub will ich…“ – Halt, Stopp. Locker bleiben und das Kochen im Urlaub als Teil des Urlaubs verstehen! Regionale Zutaten auf dem Markt kaufen, vielleicht direkt über Zubereitungsmöglichkeiten austauschen, abends ein Gläschen Wein und das seltsame Zeug nebenbei in die Pfanne hauen.

Nicht immer perfekt, aber immer günstig, oft lustig, und oft auch noch lehrreich. Dasselbe gilt übrigens oft auch fürs Frühstück. Im Hotel teuer, im Café um die Ecke meistens besser – im Supermarkt am günstigsten.